E wie Effektlacke – Jasmins LACKphabet

Hallo ihr Lieben,

weiter gehts mit einer neuen Runde LACKphabet.
Das heutige Thema lautet E wie Effektlacke. Anfangs dachte ich noch „Puh, das wird ganz schön schwierig“, aber nachdem ich meine Swatchfächer zur Hand genommen hatte, war die Auswahl der Effektlacke dann doch um ein vielfaches einfacher.

Um den Blogpost übersichtlich zu gestalten, werde ich meine ausgewählten Effektlacke einzeln behandeln, da jeder Effektlack seine speziellen Eigenschaften hat und euch jeweils ein paar Beispielbilder zeigen. Bitte habt Nachsicht, dass ich die 36 verschiedenen Lacke nicht auf meinen Nägel geswatcht, sondern dafür auf Swatchstick zurückgegriffen habe (meine Nagelhaut wird es mir danken ;) ).

♦ Holo
Legen wir zum Einstieg gleich los mit dem König aller Nagellacke (zumindest meiner Meinung nach): dem Hololack.
Das Besondere an holografischen Lacken ist die Eigenschaft, dass sie – je nach Lichteinfall – in allen Farben des Regenbogens schillern. Man unterscheidet hierbei in linear Holos  und scattered Holos. Linear Holos zeichnen sich dadurch aus, dass der Regenbogen geordnet verläuft, meist in gerader Linie bzw. V-förmig von Nagelrand zur Nagelspitze. Scattered Holos hingegen verteilen die (meist gröberen) Regenbogenfarben-Reflektionspartikel ungleichmäßig auf dem Nagel, sodass einer wilden Funkelei nichts mehr im Wege steht.
Hin und wieder bekommt man auch sogenannte Topper mit Holoeffekt – das sind transparente Überlacke, die eine geringere Konzentration an Holopartikeln enthalten. Den Holoeffekt zu fotografieren war gar nicht so leicht, daher gibt es zu jedem Lack auch ein unscharfes Bild dazu, das den Regenbogen deutlicher sichtbar macht.

holo_maidends-patienceholo_crashed-the-partyholo_harp-on-itholo_spot-lightholo_diamondholo_fairy-dustholo_nl-gold

Metallic/(Mono)Chrome
Metalliclacke lassen sich leicht erkennen. Wie der Name schon verrät, wirken die Lacke von Grund auf schon sehr metallisch. Im Regelfall sind das einfarbige Nagellacke mit ganz feinem Silberpulver darin, die den metallischen Effekt des Lackes erzeugen.
Monochromes sind eine ganz tolle, aber auch knifflige Angelegenheit. Der strahlende, fast schon spiegelnde Metallglanz der Monochromelacke ist der blanke Wahnsinn – wahnsinnig wird man meist aber auch beim Auftrag. Monochromelacke neigen nämlich leicht dazu, beim Auftrag sehr streifig zu werden – wie man sieht, habe ich es nicht geschafft, auf dem Swatchstick eine ebenmäßige Schicht zu lackieren. Kleine Dellen und Unebenheiten auf dem Naturnagel sieht man damit sofort.

metallic_020_feverchrome_nothing-else-metals_steel-drama


♦ Duo/Multichrome
Neben den oben erwähnten Monochrome-Lacken gibt es noch eine weitere Gruppe an metallischen Lacken: die Duo-bzw. Multichromes.
Das Besondere an den Duo-/Multichromes ist neben dem metallischen Finish auch die Eigenschaft, dass die Lacke je nach Lichteinfall ihre Farbe ändern – jedoch nie den ganzen Farbbereich des Regenbogens abdecken. Somit unterscheiden sie sich ganz klar von holografischen Lacken. Bei den Duochromes wechselt der Lack die Farbe zwischen zwei Nuancen – beim Multichrome sind es meist vier oder fünf.

duochrome_milky-way_iron-mermaidenduochrome_royals_its-raining-men


♦ Glitzer
Kommen wir nun zu den funkelnden Schönheiten im Nagellackregal: den Glitzerlacken.
Mit ihrem wunderschönen Glitzerglanz – ob der nun von relativen großen Pailettenstückenfeineren Partikeln oder einer Mischung aus beidem herrührt, ist relativ unbedeutend – ziehen sie einen in ihren magischen Bann und lassen dich den ganzen Tag auf die Nägel starren. Die Beschaffenheit eines Glitzerlackes ist relativ eindeutig zu erkennen: ein Jelly-Basislack (oftmals auch farbig) und eine hohe Konzentration an gleichmäßig geformten, meist hexagonalen Glitzerpartikeln.
Wichtig bei der Benutzung von Glitzerlacken ist auf jeden Fall ein sehr guter Peeloff-Basecoat – oder ihr habt viel viel Geduld, noch mehr Wattepads, Zeit und eine Menge Nagellackentferner. Denn Glitzerlacke sind richtige Ablackierbiester.
Die beste Art, einen Glitzerlack zu lackieren, ist übrigens folgende: eine Schicht Glitzerlack lackieren, kurz trocknen lassen. Ein MakeUp-Schwämmchen mit dem Glitzerlack bestreichen, sodass dieses den überschüssigen Trägerlack aufnimmt, ein paar Sekunden warten, und dann – ähnlich einem Gradient – die Glitzerpartikel auf den Nagel tupfen. Das bewirkt, dass man maximale Glitzerpartikelkonzentration mit wenig Jellylack erhält. Da die Oberfläche nun viel Struktur und Textur hat, sollte man auf jeden Fall eine großzügige Schicht Topcoat auftragen (oder zwei sparsamere, wie ihr lieber mögt), sodass keine Partikel mehr nach oben stehen.

glitzer_splashglitzer_peaock

♦ Sand
Jetzt stelle ich euch einen Artverwandten des Glitzerlacks vor: den Sandlack.
Auch hier empfiehlt es sich dringend, eine PeelOff-Base zu verwenden, denn ganz im Stile des Glitzerlacks ist auch der Sandlack ein Biest, wenn es ums Ablackieren geht. Die Beschaffenheit eines Sandlackes ist prinzipiell sehr einfach: Jellylack als Basis und jede Menge Partikel. Im Gegensatz zum Glitzerlack findet man hier aber eher selten richtige Glitzerpartikel (Ausnahmen gibt es natürlich immer), eher haben hier feinkörnige Sandpartikel das Sagen – daher auch der Name. Diese Sandpartikel sorgen dafür, dass der Lack im Regelfall eher matt bis semimatt trocknet und eine richtig raue Oberfläche zurücklässt. Für Texturliebhaber ist das sicherlich eine schöne Sache – ich persönlich mag meine Nageloberfläche eher glatt.

sand_seductive_truffle-deluxe

♦ Shimmer
Kommen wir nun zur sechsten Kategorie – den Shimmerlacken.
Es passiert leider immer wieder, dass Shimmer und Holo verwechselt wird. Während Holo ja in allen Regenbogenfarben changiert, bestehen Shimmerlacke aus einer einfarbigen Base mit feingemahlenen, iridisierenden Partikeln darin. Diese erzeugen einen ähnlichen Effekt wie die Duochrome-Lacke, aber der Schimmer ist deutlich subtiler und nicht so auffällig wie bei den Duochromes.

schimmer_aurora_venus

♦ Flakies
Flakieslacke
bestehen im Regelfall aus einem transparenten Basislack und kleingemahlenen, verschieden großen und unterschiedlich geformten Folienpartikeln, die sich beim Auftrag schön an die Nageloberfläche anschmiegen. Die Farbvarianz ist hier, ähnlich wie bei den Duo/Multichromes, oft changierend – aber eben auch kein Holo. Es gibt aber auch transluzente (oder iridisierende) Flakies – diese spiegeln eher leichte, fast pastellige Farben (vorrangig rosa, pink, lila und hellblau) wider und sind durchscheinend, während Chromeflakies nichts von der Basisfarbe durchlassen.
Flakieslacke werden normalerweise gern als Topper-Lack verwenden, sprich: über eine einfarbige Basis lackiert. Gern nimmt man dafür ein schlichtes Schwarz, da man hier den größten Changiereffekt erzielen kann – mit einem matten Topcoat ist das wirklich ein richtiger Hingucker. Wie man schön sehen kann, ist auf weißer Basis fast nichts von dem Effekt zu erkennen.

flakies_vegasflakies_luxe-and-lushflakies_frozen-crystalflakies_covered-in-diamonds
flakies_sparkle-on-top

♦ Magnetlack
Kommen wir nun zu den Magnetlacken.
Magnetlacke sind richtige Hingucker. Sie bestehen aus einem Farblack, der meist etwas Jellyartig daherkommt, sowie magnetischen Silberpartikeln. Mit Hilfe eines kleinen Magneten lässt sich somit der Katzenaugeneffekt erzeugen oder – je nach Magnetart – auch ein silbriger Punkt, Linien oder Wellen. Je nach Lichteinfall wechselt die Farbe des Lackes von fast schwarz zu silber, während die Jellyfarbe einen Farbschleier darüberlegt. Leider neigen Magnetlacke gern dazu, dass mit der Zeit der magnetisierte Effekt verschwimmt, und die einst so präzise Kante etwas breiter und weicher wird. Dennoch sieht selbst der verschwommene Magneteffekt sehr schön aus.

magnet_the-universe_mintbasilmagnet_divideconquer_amethyst-of-love


♦ Thermolack
Last but not least möchte ich euch noch die Thermolacke vorstellen.
Thermolacke sind eine tolle Spielerei, denn je nach Umgebungstemperatur ändern sie ihre Farbe. Am deutlichsten wird dieser Effekt, wenn man die lackierten Finger (oder, wie in meinem Falle Swatchsticks) abwechselnd in sehr kaltes und sehr warmes Wasser taucht. Im realen Leben geht das natürlich eher schwer, weshalb sich – je nach Nagellänge – meist das Nagelbett anders färbt als die freistehende Nagelspitze, die ja keine direkte Körperwärme bekommt. Neben Thermolacken, deren Farbe einfach heller wird (wie bei meinen Beispielen) gibt es auch noch welche, die eine komplett andere Farbe bekommen: so habe ich zB von Lacken gelesen, die zwischen Weiß und Magenta wechseln. Bei solchen krassen Farbwechseln fällt der Effekt natürlich noch mehr auf.

thermo_aurorathermo_forsaken

Das waren jetzt ganz schön viele Infos und noch mehr Bilder – wer bis hierhin gelesen und geguckt hat: RESPEKT!
Ich hoffe, ich habe das Thema in etwa so getroffen, wie Jasmin sich das vorgestellt hat – und natürlich dass euch hat der kleine Exkurs durch die Welt der Effektlacke gefallen hat :)

11 Kommentare

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