J wie Jelly – Jasmins LACKphabet

Hallo ihr Lieben,

herzlich Willkommen zu einer neuen Runde LACKphabet. Heute behandelt die Community das Thema J wie Jelly.
Erst einmal war ich so „Hmpf. Jellys. Meeeh. Mag ich doch nicht….“ und das aus gutem Grund. Wer meinen Beitrag zum Crelly aus der finishfieber-Challenge kennt, der weiß, dass ich Lacke mit geringer/schlechter Deckkraft nicht leiden kann. Und Jellys gehören da eindeutig dazu.
Jellys sind nämlich nichts anderes als farbige Transparentlacke. Das bedeutet, dass nach dem Lackieren meist noch das Nagelweiß durchschimmert. Und das mag. ich. gar. nicht. Man – ich – kann noch das Glück haben, dass dem Jellylack noch Glitzerpailetten beigemischt sind, sodass zumindest diese noch etwas Deckkraft mitbringen. Aber so ganz das Wahre ist das meiner Meinung nach auch nicht.
Ein gutes Beispiel für Jellylacke – eine alternative Bezeichung wäre übrigens Sheer Tints – sind die Gloss goes Neons von P2.

Wer nun diese Lacke nicht besitzt, kann sich aber auch ganz leicht selber welche basteln. Dazu braucht ihr lediglich einen transparenten Nagellack (zB. den essence The Gel Polish 01 Absolute Pure), einen oder mehrere Cremelack eurer Wahl (ich habe mich für essence The Gel Polish in den Nuancen #31 electriiiiiic, #78 royal blue und #80 jeans on! entschieden) und im Idealfall noch kleine Stahlkügelchen, die ins Fläschchen des Transparentlackes passen. Nun gebt ihr einfach ein paar Tropfen Cremelack zum Transparentlack und schüttelt dies ordentlich durch, sodass sich die Lacke optimal vermischen. Fangt hierbei vorsichtig an, gebt zu Beginn nicht zuviele Tropfen auf einmal hinein, sonst kann die Farbe sehr schnell zu dunkel werden. Ich habe übrigens die Erfahrung gemacht, dass sich die Lacke einer gleichen Marke am besten vermischen. Fertig ist euer Jellylack.

LACKphabet_JELLY_Tutorial_05

Wie zu Beginn erwähnt, mag ich Jellylacke ja eigentlich nicht besonders. Allerdings kann man mit Jellylacken ganz hervorragende – manchmal auch zeitaufwändige – Nailarts kreieren. Und diese möchte ich euch heute mal zeigen.
Beginnen wir mit dem Glitter Sandwich.
Dabei handelt es sich natürlich um nichts Essbares 😉 bei dieser Technik wird das Glitter ganz in Sandwichmanier zwischen zwei Lackschichten eingebettet (quasi wie Salat, Käse und Wurst zwischen den Toastscheiben 😉 ). Das bewirkt, dass der Glitzerlack nicht so eigenständig ist wie sonst, sondern sich etwas harmonisch(er) ins farbliche Gesamtgefüge einpasst. Als Basis griff ich zum P2 Gloss goes Neon Sky Coaster, den ich in zwei Schichten annähernd deckend lackierte und erst einmal gut trocknen ließ. Darüber pinselte ich eine Schicht des essence Class of 2013 Top Coats und ließ diesen ebenfalls trocknen. Im Anschluss lackierte ich noch eine Schicht des Sky Coaster, um den Sandwichlook zu vollenden.

Kommen wir nun zur zweiten Anwendungsmöglichkeit: den Pondnails.
Wer fleißig meinen Blogartikeln folgt, hat sicherlich in meinem Schnee-Beitrag zur #paintintochristmas-Challenge gelesen, dass ich bereits damals auf diese spannende Technik gestoßen bin. Da ich bei den Schneeflocken leider immens in Zeitnot war, nutze ich nun die Chance, euch diese Technik etwas näher zu bringen.
Ausgangsbasis für meine Dots-Ponds war das helle Jelly-Eisblau, dass ich beim obigen Tutorial angemischt hatte. Dies lackierte ich zuerst in zwei Schichten und ließ das trocknen. Darauf habe ich die erste Runde weiße Punkte gesetzt (man muss nicht zwingend Punkte nehmen, man könnte beispielsweise auch ein weißes Stamping platzieren, oder ein paar Drybrush-Striche setzen oder oder oder…). Nach dem Trocknen (gut Zeit lassen, damit nichts verschmiert) trug ich eine weitere Schicht Jellylack auf. Nach dessen Trocknung wurde wieder eine Runde gepunktet, diesmal versetzt zu den vorherigen. Nach diesem Prinzip habe ich insgesamt 4 Schichten lackiert, bevor ich alles mit glossy Topcoat versiegelt habe.
Durch die langen Trocknungsphasen zwischendrin ist diese Nailart leider sehr sehr zeitintensiv, weshalb ich für den heutigen Beitrag auch nur zwei Nägel zur Veranschaulichung lackiert habe.

Wie steht ihr denn so zu Jellylacken? Ist das euer Ding oder mögt ihr die auch so wenig wie ich?

0 Kommentare

  1. Wie einfach man sich selber einen Jelly-Lack zusammen mischen kann! Das ist ja cool, das werde ich auch mal probieren. Die Nailarts dazu sind auch klasse geworden. Ich habe ja noch kein einziges mal ein solches probiert, weil ich kein Bock auf die vielen Schichten habe. Aber gerade die Pondnails finde ich total cool. Ein großer Jellyfan bin ich aber auch nicht.

    • Ja, die Pondnails sind echt zeitaufwändig, leider. Aber dieser Tiefeneffekt ist echt genial. Und mit Peeloff-Basecoat gingen die wunderbar wieder ab 😂😂

      Und ja, so einfach geht das Jellylack-Selbermischen 😂😂

      • Was hast du für einen Peeloff-Basecoat? Meiner ist total doof, ich habe den von Catrice. Der bewirkt, dass sich der Nagellack darüber ganz merkwürdig zusammenknautsch und knittert! 🙁

        • Den von Catrice finde ich auch nicht gut 👎
          Ich benutze den Ready for TakeOff von UNT. Der ist zwar etwas teuer mit 10€, aber der funktioniert wirklich und der macht mir auch meine Nagelplatten nicht kaputt (hab mit denen von P2, Catrice und PicturePolish meine Nägel total geschrottet).

          • Ohje. Ja, 10 Euro sind ne Hausnummer. Aber es nützt ja nichts, wenn man sich die Nägel kaputt macht, mit den günstigen Peelof-Bases. Obwohl ich mir ja gerade eine Nagellackkrambestell-Fastenzeit verordnet habe…

          • Ich scheitere immer wieder an dem Vorhaben 😂
            Ich benutze den UNT ja aber auch nicht ständig – echt nur bei Glitzerlacken oder sowas wo ich weiß, dass Ablackieren eine Qual wäre. Bei normalen Nailarts nehm ich den nich, da reicht der ja dann auch ne ganze Zeit lang…

          • Hehe, mich ärgert es aber, wenn es schon nach einem Tag echt unansehnlich aussieht. Aber ein bisschen freut man sich, weil man wieder einen Grund zum Umlackieren hat. Ich versuche es ein wenig in Grenzen zu halten, weil meine Nägel eh schon so pflegebedürftig sind.

      • @Naillines: Wie jetzt? 10€ sind viel für dich? Ich dachte du hast exmatrikuliert und bist jetzt Großverdienerin. 😉 Spaß beiseite.
        Probiere es doch mal mit Bastelleim. Das funktioniert tatsächlich. Ggf mit 1-2 Tropfen Wasser verdünnen vorher.

      • Echt? 😀 Hätte ich nicht gedacht. Ich hab hier so einen Bastelleim für 1€ aus Tedi. Überraschenderweise verläuft der gut und trocknet schnell.
        Gibt da wohl auch Unterschiede.

        Ich habe vorhin in einem anderen Blog gelesen dass RdL auch einen Peeloff im Sortiment hat. Werde den mal die Tage zü Rossmann schlendern und den testen.
        Vllt taugt der was, RdL hat sich im Gegensatz zu früher verbessert finde ich.
        Und selbst wenn es ein Fail ist, bei einem Preis von vermutlich 1,50-2,00¢ tut es nicht so weh. 🙂 Wird dann verschenkt oder kommt ein Wanderpaket.

        • Das hab ich auch gesehen, den werd ich zum Testen mal besorgen bei Gelegenheit 🙂

          Mal eine (etwas indiskrete) Frage: bist du echt ein „Onkel Gerd“ oder ist das nur ein Deckname? 🤔

      • Lange Geschichte. Also… Es war einmal mal vor langer Zeit…:-D
        Wie du sicher weißt kann man in einigen Blogs seinen Nutzernamen nicht frei wählen, sondern muss einen WordPress-, Google-, oä Account zum Antworten nutzen.
        In meinem Fall würde dann automatisch
        „Gerd Gommel(sagt):“
        In Beiträgen von mir stehen.
        Ich wollte halt damals unbedingt eine Gmail Adresse haben, aber Google nicht meinen echten Namen geben. Also musste ein Fantasiename her. Eddie Spaghettie war mal leider schon belegt. Auf die Schnelle fiel mir nichts anderes als Gerd Gommel.

        Klingt aber ziemlich blöde der Name und ich versuche ihn so wenig wie möglich zu nutzen.
        Onkel Gerd klingt da zumindest etwas besser und man kann dennoch meine Person damit assoziieren hoffe ich zumindest. Denn so viele Gerds mit Lack-Faible dürfte es ja nicht geben. 😀

        Aber vielleicht sollte ich mir tatsächlich mal irgendwo einen Nickname/Account zulegen mit dem an alle Blogs nutzen kann damit ich endlich mal von diesem blöden Gerd wegkommen. :-/

        So, ist jetzt leider doch etwas länger geworden als es eigentlich sollte. ^^

  2. Wow Steffy, mal wieder ein rundum gelungener Beitrag! Auf die Idee, einen Jelly Lack selbst zu mischen bin ich noch gar nicht bekommen, aber es bestand auch nie bedarf (habe eine ähnliche Abneigung wie du 🙂 ).
    Die Pond Nails sind dir auch wahnsinnig gut gelungen – die sind super zauberhaft ♥

  3. Wow toller Beitrag. Ich mag die eigentlich auch nicht. Bei mir muss ein Lack auch komplett deckend sein. Aber nachdem was ich gerade bei dir gelesen und gesehen habe 🤔. Ich habe mich nie mit den beschäftigt. Ich glaube ich werde deinen Beitrag im Auge behalten und mir auch mal einen zulegen oder selber machen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.