S wie Stamping – Jasmins LACKphabet

Werbung // Verlinkung von Shops

Hallo ihr Lieben,

so schnell kann es gehen, es ist schon wieder LACKphabet-Zeit!
Nachdem es vor zwei Wochen ja noch um das R wie Reverse Stamping ging, sollen wir uns heute mit dem S wie Stamping befassen.

Was ist Stamping?
Stamping ist eine Nailarttechnik, bei der Motive mit Hilfe von Lack, Schablone und einem Stempel auf den Fingernagel übertragen werden. Der Name kommt klassisch aus dem Englischen, wo der Vorgang – das „Stempeln“ – nämlich „to stamp“ heißt.

Was brauche ich für ein Stamping?
Für ein Stamping braucht man diese grundlegenden Dinge:
Stampingschablone
Bei Stampingschablonen ist die Zahl der Anbieter riesig, die Varianz der Motive steigt ins Unermessliche. Unter der Vielzahl der Anbieter sind diese meine liebsten: MoYou London, BundleMonster und NurBesten. Allerdings sind gerade die Schablonen von letzterem Anbieter oft ein Glücksspiel, denn bei Stampingplatten ist es vor allem wichtig, dass die Motive tief genug gefräst sind. Bei Billiganbietern ist das leider nicht immer der Fall. Wusstet ihr übrigens, dass es mittlerweile auch Kunststoff-Stampingplatten gibt?
Wie man unschwer erkennen kann, habe ich eine leichte Schwäche für Stampingschablonen *lach*

LACKphabet_Stamping_Schablonen

→Stamper
Wenn es ums Stamping geht, scheiden sich spätestens beim Stamper die Geister. Es gibt gefühlt zigtausend verschiedene Stamperarten: Stamper in sticky(klebrig) und non-sticky(unklebrig), durchsichtige und farbige Stamperkissen, weiche Marshmallow- und feste Kissen, runde Stamper, eckige Stamper etc. etc…

LACKphabet_Stamping_Stamper

Mein Favorit ist dieser von Nurbesten.de. Doch oft ist es nicht mit dem Stamper alleine getan. Wichtig für ein gelungenes Stamping ist auch der

→Stampinglack
Ganz ähnlich wie bei den Stampern gibt es auch eine Schwemme an Stampinglacken. Meine liebsten sind von BornPretty, da sie meiner Meinung nach das beste Preis-Leistungsverhältnis haben (sofern sie, wie so häufig, reduziert sind). Doch auch hier kommt es auf den persönlichen Geschmack an. Wer nicht extra Stampinglacke kaufen möchte, der kann zum Teil auch gewöhnlichen Nagellack nehmen (mit bspw. den P2 TechnoChromes oder den Catrice ICONails soll das sehr gut gehen). Wichtig ist vor allem eine starke Pigmentierung, damit das Stamping auch gut zur Geltung kommt.
Übrigens erfordert es meistens etwas Herumprobierei, bis man die für sich beste Lack-Stamper-Kombination gefunden hat. Und manchmal funktionieren auch Lacke und Schablonen nicht zusammen. Da ist leider immer etwas Try&Error mit im Spiel.

LACKphabet_Stamping_Lacke

→ Scraper
Das letzte wichtige Utensil ist der sogenannte Scraper. Früher, als die Stampingtechnik auf den Markt kam, gab es vor allem Metallscraper – von diesen würde ich allerdings dringlichst abraten, da sie eure Stampinschablonen wunderbar zerkratzen. Greift daher bitte lieber zu den Plastikscrapern, diese werden sehr oft zusammen mit den Stampern verkauft. Solltet ihr keinen Plastikscraper besitzen, könnt ihr alternativ auch eine ausgediente Versicherungskarte oder dergleichen nehmen. Ich besitze aufgrund der vielen Stamper eine Vielzahl an Scrapern, die ich prinzipiell alle gern benutze. Manche davon sind recht fest und starr, andere hingegen sehr dünn und weich. Da müsst ihr einfach für euch den Richtigen austesten.

LACKphabet_Stamping_Scraper

Das waren also die allerwichtigsten Utensilien für ein Stamping. Darüber hinaus empfehlen sich noch fusselfreie Wattepads oder Zelletten (alternativ Wattebäusche und ein Wattebausch-Klauen-Haltestift, damit versaut ihr euch beim Zwischenreinigen der Platte nicht die lackierten Nägel) , ölfreier Nagellackentferner (zum Reinigen der Stampingplatte) und eine Fusselrolle (damit nehmt ihr überschüssigen Lack vom Stamperkissen. Diese sind gegenüber Nagellackentfernern nämlich sehr empfindlich!).

LACKphabet_Stamping_Sonstiges

Und so geht ein Stamping! ↓

Zunächst solltet ihr eure Stampingplatte vorbereiten. Diese kommen mit einer meist blauen Schutzfolie zu euch, die ihr erst einmal abziehen müsst.

LACKphabet_Stamping_Platte abziehen

Danach rubbelt ihr am besten erst einmal mit einem nagellackentfernergetränkten Wattepad über die Platte, um eventuelle Kleberrückstände zu entfernen (wer aber Cleaner zuhause hat, kann gern auch den verwenden, das funktioniert auch super).

Jetzt lackiert ihr erst einmal eure Fingernägel in einer Farbe eurer Wahl und lasst diese gut trocknen. Ich habe mich heute für Apple Red von KIKO entschieden.

LACKphabet_Stamping_Lack solo_01LACKphabet_Stamping_Lack solo_02

Sollte euer Stampingmotiv größer sein als der Nagel, empfehle ich, eure Nagelränder mit Liquid Latex oder Alternativen zu schützen. Stampinglacke sind nämlich sehr pigmentiert, das ist das CleanUp hinterher oft eine Qual. Wer kein Liquid Latex verwenden möchte, kann sich aber auch mit Tesafilm helfen, das zeige ich euch später.

Jetzt müsst ihr schnell arbeiten, damit euer Stamping auch gelingt. Legt euch am Besten alle wichtigen Utensilien griffbereit hin. Danach gebt ihr euren Stampinglack über das gewünschte Motiv – in meinem Fall ist das die Doodles 01 von MoYou London – und schabt mit den Scraper einmal darüber, um einerseits den Lack in der Motivfräsung zu verteilen und um andererseits den überschüssigen Lack wegzustreichen.
Dann greift ihr zu eurem Stamper und nehmt mit dem Stempelkissen das Motiv auf. Ob ihr euren Stamper eher rollend über das Motiv bewegen oder von oben nach unten drücken solltet, das müsst ihr austesten – da verhält sich jeder Stamper etwas anders.

LACKphabet_Stamping_Stampen

Jetzt solltet ihr ein schönes, durchgehendes Muster auf dem Stamper haben.

LACKphabet_Stamping_Motiv auf Stamper

Nun drückt oder rollt ihr euren Stamper über den jeweiligen Fingernagel und übertragt damit das Motiv auf den Nagel. Hier kommen meiner Meinung nach die Vorzüge eines Clear Stampers besonders zum Tragen: ihr seht einfach, wo und wie ihr euer Motiv absetzt. Bei undurchsichtigen Stampern ist das ja eher ein Glücksfall – außer, es ist ein großflächiges Motiv, bei dem die Platzierung eher zweitrangig ist.

LACKphabet_Stamping_Motiv platzieren

Ihr habt es fast geschafft, das Motiv ist auf dem Nagel! Wenn ihr das gleiche Motiv für einen weiteren Nagel verwenden wollt, müsst ihr jetzt unbedingt eure Platte sehr sorgfältig reinigen, sonst wird das nächste Stamping nichts. Übrigen Lack auf dem Stamper könnt ihr einfach mit einer handelsüblichen Fusselrolle entfernen. Kurz über das Stamperkissen gerollt, fertig!

LACKphabet_Stamping_nach Stamping

Lasst euer Stamping gut trocknen – ich empfehle hier eine Wartezeit von mindestens 15 Minuten – und entfernt währenddessen das vorher aufgetragene Liquid Latex sowie mögliche Überstände mit Wattestäbchen oder CleanUp-Brush und Nagellackentferner. Solltet ihr diesen Schritt ausgelassen (oder vergessen) haben, kommt jetzt der Tesatrick. Man kann nämlich – wieso auch immer – Stampinglack hervorragend mit einem Stück Klebefilm von der Haut wieder ablösen.

LACKphabet_Stamping_Tesa

Eure Finger sollten nun schön sauber und trocken sein.

LACKphabet_Stamping_Cleanup

Und nun kommt der schwerste Part: das Versiegeln des Stampings. Leider, leider passiert es sehr oft, dass das Stamping beim Auftragen des Topcoats verschmiert. Zum Teil können hier „menschliche Fehler“ eine Rolle spielen, wenn man beispielsweise mit dem Pinsel zu fest aufdrückt, sodass dessen Pinselhaare durch das Stampingmotiv fahren und es eben verschmieren oder man hat nicht lange genug gewartet. Aber auch die Wahl des Topcoats hat Einfluss auf das Endergebnis. Steffi von frischlackiert hat sogar im Rahmen ihrer XXL-Topcoat-Vergleichsreihe einen ausführlichen Test von 22 verschiedenen Topcoats im Bezug aufs Stamping gemacht – schaut unbedingt mal vorbei!
Daher habe ich mir mal den Sally Hansen Insta-Dri zugelegt, nachdem der in den bisherigen Kategorien immer unten den Besten war. Mit ebendem habe ich das Stamping dann auch versiegelt.

LACKphabet_Stamping_01LACKphabet_Stamping_02LACKphabet_Stamping_03LACKphabet_Stamping_04LACKphabet_Stamping_05LACKphabet_Stamping_06LACKphabet_Stamping_07

Welche Stampingplatten sind eigentlich eure Liebsten? Welche Lacke bevorzugt ihr? Und auf welchen Topcoat schwört ihr?

5 Kommentare

  1. Hallo,

    schöner Beitrag und sehr ausführlich.

    Ich mag die Stampingplatten von bornprettystore und hab damit noch nie schlechte Erfahrungen gemacht. Ich bin noch auf der Suche, nach einem guten schwarzen Stampinglack. Da hab ich auch gleich mal bei bornpretty bestellt. 🙂

    Aufgrund von Steffis super tollen Testbericht zu den TopCoats hab ich mir den von Stickergigant zugelegt. Der ist super. Trocknet echt schnell. Aber man sollte halt wirklich auch darauf achten, dass man mit dem Pinsel nicht zu doll aufdrückt. Damit fällt jeder Top Coat.

    Lieben Gruß

    Melli

    • Hallo Melli,

      Danke für deinen Kommentar 🙂
      Ich habe bei BPS bisher nur eine „schlechte“ Platte erwischt, da hatte ich bisher echt Glück. Ich mag die Lacke von BPS sehr, ich hatte mal welche von Jolifin, aber die haben mich nicht so überzeugt, leider.

      Den TC von SG werde ich mal testen, den hab ich auch hier 🙂

      LG
      Steffy

  2. Schön schön schön. Ich liebe Stamping ja. Meine liebste Nailarttechnik.
    Ich bin auch großer Moyoufan. Für mich gibt es da einfach die besten Platten und auf den Crystal Clear schwöre ich auch so ein bisschen 😀 Ansonsten habe ich auch denselben Stamper von nurbesten wie du und finde ihn auch hervorragend.

    • Hihi, hervorragend. Den Crystal Clear hatte ich auch kurz auf der „haben wollen“-Liste, aber nachdem der Nurbesten-Stamper so gut war, habe ich die Investition mal ausgelassen…
      Dafür müsste ich mir nochmal die Henna-Collection anschauen, fällt mir grad so auf…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.