W wie Watermarble&Waterdecals – Jasmins LACKphabet

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Hallo ihr Lieben,

heute gibt es eine super Triple-Themenkombi. Zum einen verarbeite ich das aktuelle Thema der frischlackiert-Challenge – Aquarell – und zum anderen dreht sich dieser Blogpost wieder ums LACKphabet: diesmal behandeln wir das W wie Watermarble und Waterdecals. Das wird ein etwas umfangreicherer Post, also nehmt euch mal was zu trinken und zu knabbern, und dann geht es los!

LACKphabet_Aquarell_01

Am Anfang stand die Frage: Aquarellnägel, wie soll das denn aussehen? Zuerst dachte ich an verschwommene, ineinandergreifende Acrylfarbenflecken, ähnlich wie bei den Smoke Nails, nur auf weißem Untergrund. Das war mir allerdings zu trivial und eigentlich nur die allerletzte Notfalllösung. Und dann kam Jasmin um die Ecke mit ihren Themenvorschlägen für das LACKphabet-W. Watermarble und Waterdecals. Nach einem Blick in meine Decals-Sammlung sowie meine Lackschubladen entwickelte sich daraus ein Schuh und wie ich das Thema mit den Techniken umgesetzt habe, erzähle ich euch jetzt.

LACKphabet_Watermarble_PRODUCT

Wie bei einem Künstler, der ein neues Gemälde beginnt, braucht es erst einmal eines: eine weiße, reine Leinwand. Dafür lackierte ich meine Nägel, nach dem Basecoat, zunächst mit dem ColorClub Chalk it Up!, der in zwei Schichten deckend war und matt trocknete.

LACKphabet_Watermarble_SOLO

Bevor ich mit der Nailart weitermache, habe ich noch ein paar Basicinfos für euch:
Im Regelfall benutze ich für ein Watermarble einen einfachen durchsichtigen Plastikbecher, in den ich destilliertes Wasser (zB von dm) fülle (nach einigen früheren Fehlversuchen bin ich dahintergekommen, dass zu kalkhaltiges Wasser für Watermarbles nicht geeignet ist). Seit neuestem besitzen wir aber ein Raumentfeuchtergerät, mit dessem Kondenswasser geht das Marblen auch sehr gut. Wichtig ist, dass sowohl die Lacke als auch das Wasser die gleiche Temperatur haben. Wenn ihr also im Voraus wisst, dass ihr marblen wollt, stellt euch am besten Lacke und Wasser bereits einen Tag früher an euren Arbeitsplatz, damit sie sich aklimatisieren können (es empfiehlt sich übrigens, etwas Reservewasser in petto zu haben, ich hab beispielsweise schon zweimal den Wasserbecher umgeworfen, ich Tollpatsch, ich).
Es empfiehlt sich übrigens, gleiche Finishes zu marblen – also Creme mit Creme und Metallic mit Metallic zum Beispiel. Glitzerlacke lassen sich schwer marblen, und bei Holos bin ich auch noch nicht ganz zufrieden. Aktuell bin ich beispielsweise von den Catrice ICONails sehr angetan, die marblen hervorragend, wie ihr hier und hier sehen könnt. Weitere Watermarbles von mir findet ihr auch unter dem zugehörigen Hashtag.

Nun zum Design.
Zuerst pinselte ich sorgfältig Liquid Latex um den Daumen sowie Zeige- und kleinen Finger. Während dies trocknete, fing ich schon einmal mit dem Marble an. Da ich bereits aus einem vorherigen Fail, den ich nicht verbloggt habe, wusste, dass die „Neons“ aus der ColorClub Pop Wash-Collection alles andere als neon sind, sondern sehr sheer und pastellig daherkommen, waren sie meine erste Wahl. Ich entschied mich hierbei für die Farben Darling Clementine, Tube Top und Uncorked. Diese tropfte ich nach und nach ins Wasser – pro Farbe drei Mal – und verswirlte sie mit einem Watermarble-Tool. Neben der Variante von piCture pOlish besitze ich mittlerweile eine günstigere Alternative von BornPretty, die genauso gut funktioniert.

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Nun tauchte ich den Zeigefinger in das Muster und während dieser noch im Wasser war, bließ ich vorsichtig auf den restlichen Lack, sodass dieser antrocknete. Das erkennt man sehr gut daran, dass er mit der Zeit Falten wirf. Dann nahm mit meinem „Lollipop“, einem Schaschlikspieß an dessen Ende sich jegliche Watermarbleüberbleibsel sammeln, die überschüssige Farbe von der Wasserfläche. Das geht zwar auch mit dem Watermarbletool oder Wattestäbchen, aber das Reinigen des Tools ist etwas nervig und Wattestäbchen machen einfach viel Müll. 😉
Dann wurde der Finger wieder aus dem Wasser gezogen und das Latex entfernt. Fertig ist das Watermarble 🙂 (der Daumen und der kleine Finger wurden analog gemarbelt, ich denke, dass erklärt sich von selbst 😉 ).

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Kommen wir nun zum zweiten W: Waterdecals.
Waterdecals sind an sich eine ziemlich coole Erfindung. Für Mädels, die mit Freehand und Stamping bzw. Reverse Stamping vielleicht nicht so zurechtkommen, und dennoch schöne Motive auf den Nägeln haben wollen, empfehlen sich diese kleinen Teile wirklich sehr. Ich hatte bereits hier und hier mit kleinen Decals gearbeitet.
Vom Prinzip her erinnern mich Waterdecals stark an diese Abziehtattoos, die es früher in jedem Kaugummiautomaten oder der BRAVO gab. Na, wer hat jetzt auch den totalen 90er-Jahre-Retro-Blues? Waterdecals bestehen also auch aus einer dünnen, meist transparenten Folie, auf die die jeweiligen Motive aufgedruckt sind. Wenn man sie geliefert bekommt, haften sie noch auf einem weißen Trägerpapier und sind mit einer Schutzfolie versehen. Eine große Auswahl findet ihr beispielsweise bei ShopKeekiShe sells Seashells, BornPretty und NurBesten – von letzterem habe ich diese hier bezogen:

LACKphabet_Waterdecal_PRODUCT

Um sie zu benutzen, schneidet man das jeweilige Decal sorgfältig aus (bei Fullcover-Decals sollte man tunlichst auf die richtige Größe achten) und entfernt die Schutzfolie. Dann legt man das Decal für etwa 20 Sekunden in Wasser, bis sich das dünne Schiebebildchen vom Trägerpapier löst.

LACKphabet_Waterdecal_TUT_01

Nun fischt man das Decal – am besten mit einer Pinzette – vorsichtig aus dem Wasser und platziert es auf dem Nagel, Sobald es die richtige Position hat, drücke ich es mit Hilfe eines Wattepads fest. Das Wattepad absorbiert das Wasser, auf dem das Decal noch gleitet. Sollte sich das Decal doch noch verschieben, halte ich einfach den Finger nochmal kurz ins Wasser und kann so das Decal neu platzieren.

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Nun entferne ich mit Cleanup-Pinsel und Nagellackentferner überstehende Reste des Decals. Den Ringfinger habe ich analog mit dem Decal versehen.

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Zum Abschluss habe ich alles noch mit dem neuen essence Matt Matt Matt-Topcoat versiegelt. Und fertig ist die große Trio-Nailart. Jetzt folgen noch ein paar Bilder für euch, dann habt ihr den Monsterpost geschafft 😉

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