ANNY || So Pure

Werbung // Produktsponsoring durch ANNY

Hallo ihr Lieben,

heute gibt es mal keine Nailart auf dem Blog, nein nein. Heute ziehe ich blank! Also, nicht ich direkt, sondern meine Nägel – aber selbst das ist schon mutig genug. Ihr fragt euch, warum ich das Ganze veranstalte? Dann lest schnell weiter!

Vor kurzem erhielt ich eine Anfrage von ANNY, ob ich Interesse daran hätte, ihren neuen Basecoat zu testen. Zugegeben, erst war ich etwas unsicher, da ich meine Fotohand – die linke – mit der regelmäßigen Benutzung des Liquid Nails wirklich toll in Form gebracht hatte. Groß herumexperimentieren wollte ich da eigentlich nicht. Aber, ich besitze ja auch noch eine zweite Hand, und deren Nägel sind meiner Meinung nach genau die richtigen Kandidaten, um einen neuen Basecoat zu testen. In diesem heutigen Beitrag möchte ich euch zunächst das neue Produkt, die Ausgangsituation und ein erstes kleines Zwischenfazit vorstellen. Wenn ich den Basecoat dann so richtig auf Herz und Nieren geprüft und getestet habe, wird es ein separates Endfazit geben.

ANNY So Pure* – der neue Basecoat
Der erste Eindruck vom neuen Basecoat ist recht solide. Eine schlichte, neutral-weiße Verpackung mit dezentem hellblauen Aufdruck bildet das Gesicht des So Pure*. Leider lässt sich dadurch der genaue Füllstand des Basecoats nicht ermitteln, ähnliche „Probleme“ gab es ja auch schon beim Liquid Nails. Enthalten sind auch hier jeweils 15ml, der Kostenpunkt liegt bei ca. 15€. Somit ist der So Pure* etwas günstiger als der Liquid Nails, der schlägt ja mit ca. 20€ zu Buche. Erhältlich ist der Lack bei Douglas und Müller.

Aber, eigentlich ist die Verpackung ja doch eher zweitrangig, es kommt schließlich darauf an, was sich darin (dahinter?) versteckt.

Das sagt ANNY selbst zum Produkt (Auszug aus der offiziellen Bloggermitteilung):

So Pure. – der erste natürliche Base Coat von ANNY mit über 97% natürlichen Inhaltsstoffen! Der derzeitige Mega-Trend „Healthy Lifestyle“ hat auch ANNY in eine gesunde, natürlich Richtung denken lassen. PURE, NATURAL, PROTECTION, HEALTHY, TRANSPARENT & CLEAR sind daher die Key-Words für unseren neuen Base Coat.

Das klingt ja erst einmal ganz schön vielversprechend, oder?
Allerdings – so leid es mir tut – muss ich sagen, dass ich mir hier zunächst dann doch etwas veräppelt vorkam. Weder in der offiziellen Bloggermitteilung noch auf der offiziellen Produktseite findet man irgendeine Angabe zu den tatsächlichen Inhaltsstoffen, von den Onlineshops von Müller und Douglas reden wir gar nicht. Erst, als ich das Paket erhalten hatte, konnte ich auf der Kartonverpackung die Inhaltsstoffe nachlesen. Und das verstehe ich beim besten Willen nicht. Wenn man sich schon 97% Natürlichkeit auf die Fahne schreibt, sollte man sie doch auch offen und weitverbreitet kommunizieren, oder nicht? Wie seht ihr das?
Damit ihr nicht selbst noch mühselig suchen müsst, habe ich euch die Ingredients mal abgetippt:

Alcohol denat., Shellac, Aqua (Water), Ricinus Communis (Castor) Seed Oil, Litsea Cubeba Fruit Oil, Parfum (Fragrance), Lavandula Angustifolia (Lavender) Oil, Citral, Limonene, Linalool, Cannabis Sativa Seed Oil, Tocopherol, Geraniol, Glycine Soja (Soybean) Oil, Helianthus Annuus (Sunflower) Seed Oil, Citronellol

Leider kenne ich mich nicht allzu gut damit aus, dafür hat sich aber die liebe Steffi eine Menge Arbeit gemacht, um die ganzen Inhaltsstoffe auszuwerten, schaut doch gern bei ihr vorbei. Was man allerdings unschwer erkennt, ist, dass recht viele Öle enthalten sind. Der So Pure* scheint also eine hochgradig pflegende Wirkung zu haben, das kommt mir ja ganz gelegen, denn jetzt zeige ich euch

Die Ausgangslage – meine Cinderellahand
Tadaaaa, hier ist sie! Mein ewiger Endgegner. Wie man unschwer erkennt, habe ich vor allem an Zeige- und Mittelfinger (und am Daumen) richtig Probleme mit sich spaltenden Nagelschichten. Das ist einer der Gründe, warum die Nägel selten mal richtig lang werden, egal was ich versuche. Daher habe ich den So Pure* über einen längeren Zeitraum getestet, ob und wie sich meine Nägel in der Zeit geändert haben, zeige ich euch gleich.

Der Auftrag
Wie oben schon angemerkt, enthält der So Pure* einige ölige Komponenten. Und dies merkt man beim Lackieren auch definitiv. Nicht nur, dass die Farbe im Fläschchen schon ölig-goldgelb schimmert, nein, auch beim Auftrag wirkt der Lack sehr flüssig und dünn. So ist es mir bei den ersten beiden Lackiervorgängen passiert, dass mir der So Pure* in die Nagelfalzen gelaufen ist. Ich finde, das erfordert schon etwas Übung. Auch dauert es deutlich länger, bis der Basecoat trocken ist. Sobald dies geschehen ist, weisen die Nägel einen gesunden Glanz auf. Positiv ist mir auch aufgefallen, dass der Lack aufgrund der fehlenden Lösemittel nicht „stinkt“, sondern sich die enthaltenen (Duft)Öle auf sehr angenehme Art und Weise bemerkbar machen.
Da ich mir mit „nur Basecoat“ aber etwas sehr nackt vorkam, habe ich jeweils nach dem Basecoat noch Whipped Cream* aufgetragen, den ANNY mir freundlicherweise als kleine Überraschung mit ins Paket gesteckt hatte – vielen Dank dafür! Da der Lack recht sheer ist, spitzen selbst nach den zwei lackierten Schichten noch die Nagelspitzen durch, aber ich finde das hier gar nicht so schlimm. Die Nägel wirken dennoch sehr gepflegt und ansehnlich.
Das Zwischenfazit
Um den So Pure* und seine Wirkung etwas einschätzen zu können, habe ich ihn in den vergangenen 12 Tagen durchgehend als Basecoat getragen und dabei 4 Mal erneuert. Die Zwischenstationen habe ich euch natürlich fotografisch festgehalten, damit ihr euch ein eigenes Bild davon machen könnt. Ich habe jeweils eine Schicht Basecoat lackiert, damit die Rahmenbedingungen immer gleich waren. Auch habe ich während der Testphase keine erweiterte oder neue Nagelpflege betrieben (also nichts an den Routinen geändert), um das Ergebnis möglichst nicht zu verfälschen.
Wie ihr sehen könnt, sind mir – bis auf den Zeigefinger – keine nennenswerten Nagelbrüche passiert. Im Gegenteil, ich hatte eher den Eindruck, dass meinen Nägeln durch den Shellac eine zusätzliche Stabilität zuteil wurde. Dass die Nagelspitzen, deren Weiß sich meiner Meinung nach schön intensiviert hat, immer noch abblättern hatte ich bereits erwartet, innerhalb von 12 Tagen kann kein Basecoat der Welt da ein wahres Hexenwerk verrichten. Daher werde ich den Test auf der Cinderellahand mal weiterlaufen lassen und zu späterem Zeitpunkt nochmal ein separates Update geben.

Jetzt wird es allerdings Zeit für ein großes Aber: wie oben erwähnt enthält der So Pure* ja Shellac, was für die Stabilität (und Haltbarkeit der Farblacke) sicher kein Nachteil ist. Allerdings gestaltet sich das Entfernen der Maniküre dadurch als sehr schwierig. Selbst mit acetonhaltigem Nagellackentfernen war eine Menge fester Schrubberei nötig, um den Basecoat wieder vollständig von den Nägeln zu bekommen. Und damit geht für mich der ganze pflegende Effekt der Öle komplett flöten. Das ist leider wirklich ein Wehrmutstropfen, der den bisherigen guten Eindruck des Basecoats wirklich trübt.

Wie seht ihr das? Interessiert euch der neue Basecoat oder bleibt ihr lieber in gewohnten Gefilden? Habt ihr Geheimtipps bei besonders hartnäckigen Lacken, die mir beim Problem der starken Haftung vielleicht helfen könnten? Lasst es mich gerne in den Kommentaren wissen 🙂

*diese Produkte wurden mir kosten-&bedingunslos von ANNY Cosmetics zugeschickt. Die geäußerte Meinung zu den Produkten ist ehrlich und spiegelt ausschließlich meine Eindrücke zum jeweiligen Produkt wider.

4 Kommentare

  1. Schöner Beitrag! Meine rechte Hand ist auch ganz anders als die linke. Die Nägel sind viel kürzer, schälen sich und sind einfach auch viel weicher. Obwohl ich beide Hände immer gleich pflege. Ich bleibe bei meinem Liquid Nails, wobei ich aktuell mal wieder eine Hermes Extra Stark Kur mache, weil ich zwei Risse an der linken Hand habe, die ich zwar gekittet habe, aber trotzdem. Die rechte Hand ist aktuell auch sehr schlimm. Obwohl ich mit dem Liquid Nails so zufrieden war…

    • Ich glaube, dass da auch einfach viel zusammenhängt bei den Nägeln. Ich denke, die lange Hitzeperiode war für den gesamten Körper eine hohe Belastung, die an jeder Stelle so ihre Spuren hinterlassen hat. Da wird wohl auch vor den Nägeln nicht Halt gemacht worden sein 🙁
      Auf der linken Hand trage ich weiterhin den Liquid Nails, der überzeugt mich einfach doch sehr. Und da reicht mir das Fläschchen locker ein halbes Jahr, da macht mir der hohe Preis dann auch nichts aus, muss ich sagen. Diese Kur, von der du sprichst, sagt mir noch gar nichts, da muss ich mich mal belesen gehen 🙂

  2. Deine Rechte sieht aber schick aus. Man möchte meinen der Mittelfinger ist schon länger geworden. Dieselbe Problematik hatte ich aber auch, weswegen er es bei mir nicht zum neuen StandardBC wird.
    Ich bin aber sehr gespannt wie er sich über einen längeren Zeitraum schlägt.
    Vielleicht muss man die NLE Pass auf dem Nagel einwirken lassen, aber auch hier sagt die pflegende Wirkung Ade.

    • Ja, das ist er in der Tat – Ring- & Kleinfinger 😉 übrigens auch, aber da fällt das nicht sooo auf. Der Zeigefinger hatte leider etwas Schiffbruch erlitten, und beim Daumen musste ich etwas korrekturfeilen, aber der schlägt sich auch ganz wacker, zu meiner Freude. Mal sehen, wohin uns die Zukunft so führt…

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