12 Monate 12 Techniken || Watermarble

unbezahlte Werbung // Markennennung, YouTubeverlinkungen; enthält PR Samples

Hallo ihr Lieben,
herzlich Willkommen zu einer neuen Runde bei den 12 Monate 12 Techniken und dem wohl meistgehassten Thema: Watermarble.
Als ich im Bloggerkreis nachfragte, ob jemand dafür Themenpatin sein möchte, stieß ich nur auf liebgemeinte Ablehnung, dabei verstehe ich gar nicht, wieso. Eigentlich ist Watermarblen doch gar nicht so schwer, wenn es mittlerweile sogar die Holoqueen schafft… *was bin ich stolz auf sie*

Natürlich gibt es in diesem Beitrag wieder ein Video, vorher habe ich wieder etwas Theorie für euch zusammengetragen. Schließlich wollen wir ja was lernen bei dieser Challenge nicht wahr? 😉

Woher kommt das Watermarble?
Meinen Recherchen zufolgte findet die Watermarble-Technik im Japan der 1990er Jahre ihren Ursprung. Dort sollen professionelle Nagelkünstler diese Technik zunächst in ihren Salons angeboten haben, später fand sie ihren Weg in Einkaufszentren und wurde somit der breiten Masse zugänglich (erinnert mich ein wenig an diese ganzen Acryl-Nagel-Salons, die es ja auch zuhauf in Einkaufszentren gibt). Das älteste Video, dass ich auf YouTube finden konnte, ist übrigens vom 06. Februar 2011.

Was braucht man ein Watermarble?
Zunächst einmal natürlich ein passendes Gefäß, es eignen sich beispielsweise Kunststoffbecher (ob Getränkebecher oder saubere Joghurtbecher ist eigentlich nicht wichtig) oder, wie in meinem Fall, eine kleine Keramiktasse. Es gibt auch Mädels, die marblen sogar in einem Schnapsglas, das habe ich allerdings noch nicht getestet. Dann empfehle ich euch die Verwendung von destilliertem Wasser, das gibt es eigentlich in jeder Drogerie, denn zu kalkhaltiges Wasser macht das Watermarblen fast unmöglich. Wer übrigens, so wie wir, ein Raumentfeuchtergerät besitzt, kann von dort auch das Kondenswasser benutzen, das klappt auch sehr gut. Dann braucht ihr noch etwas, mit dem ihr das Muster ziehen könnt. Ich verwende dafür ein spezielles Watermarble-Tool aus Metall, das gibt es schon für wenig Geld bei den bekannten Asia-Shops. Gern könnt ihr aber auch ein Rosenholzstäbchen oder einen Zahnstocher verwenden, ich empfehle euch aber, das Holz vorher etwas einzuölen oder ein paar Minuten ins Wasser zu stellen, ich bilde mir ein, dass dann die Lacke beim Musterziehen nicht so arg am Holz kleben bleiben, da dieses quasi schon „vorgesättigt“ ist. Natürlich solltet ihr euren Nagelhautschutz nicht vergessen, wer gegen Latex allergisch ist kann gerne mal hier vorbeischauen, da habe ich euch ein paar latexfreie Alternativen vorgestellt. Ihr solltet euch ein einen Schaschlikspieß oder ähnliches dazulegen, um später die Lackreste von der Wasseroberfläche zu greifen. Eine Pinzette zum Abziehen des Latex sowie ein Zewa zum Zwischenreinigen eures Werkzeugs sollte auch parat liegen.
Und last but not least dürfen natürlich auch die Nagellacke nicht fehlen. Eine der meistgestellten Fragen, wenn es ums Watermarblen geht, ist, welche Lacke empfohlen werden können. Im unten stehenden Video habe ich verschiedene Marken und Finishes für euch getestet, gemäß der Musterreihenfolge wären das:
◊ ANNY (Poolside Story*, Hi-clectic Couture, Warhols Wardrobe*)
◊ KIKO (378, 379, 508)
◊ essie (Blanc, Mint Candy Apple, I’m addited)
◊ essence (Wild White Ways, Eclectic Blue, Kiss the freaky Frog*)
◊ eddingLAQUE (Cotton Candy, Lovely Lavender, Versatile Violet)
◊ Catrice ICONails (Cloud Nine, Pink outside the Box, It’s a berryful Day)
◊ Manhattan (Born in Paris, Meow-Tyful, Hot Metal Love)
◊ Misslyn (My Shiny Rosy, Get Dressed, Miss Sporty)
◊ trend IT UP(Double Volume&Shine 351, 352)
Es empfiehlt sich übrigens, gleiche Finishes zu marblen – also Creme mit Creme und Metallic mit Metallic zum Beispiel. Glitzerlacke lassen sich aufgrund der Textur schwer marblen, und bei Holos hab ich den Dreh auch noch nicht raus, leider.
Achtung – wichtig ist, dass sowohl die Lacke als auch das Wasser die gleiche Temperatur haben. Wenn ihr also im Voraus wisst, dass ihr marblen wollt, stellt euch am besten eure gewünschten Lacke und ausreichend Wasser bereits einen Tag früher an euren Arbeitsplatz, damit sie sich „aklimatisieren“ können.
Damit habt ihr alle nötigen Utensilien beisammen. Und wie Watermarbles gehen, zeige ich euch jetzt!

Die Basis
Es empfiehlt sich, ähnlich wie bei einem Gradient, die hellste Farbe eures Watermarbles als Basis zu lackieren und hier schon gutes Cleanup zu machen, da habt ihr dann für das Latex gleich eine „Anstoßkante“ und ihr verringert die Gefahr, dass euch Nagellack auf die Nagelhaut kommt. Für mein heutiges Blumenmuster habe ich den eddingL.A.Q.U.E. Candy Cotton in zwei Schichten lackiert.
Im Anschluss habe ich sehr großzügig Liquid Latex aufgetragen – hier rate ich wirklich zu „Mehr ist manchmal Mehr“. Es gibt fast nichts schlimmeres, als sich Watermarblereste von der Haut abzulackieren. Also geizt hier nicht rum, ihr werdet euch einiges an Cleanuparbeit ersparen. Übrigens: Damit eure belatexten Finger beim Hantieren nicht aneinanderkleben bleiben (ich denke, wir alle kennen das), empfehle ich, die Seiten der Finger mit etwas Nagelöl zu bestreichen, dann rutscht das Latex aneinander vorbei und bleibt nicht kleben.

Das Watermarble
Nachdem die Grundlagen geschaffen wurden, ging es auch schon ans Marblen. Hierfür tropfte ich abwechselnd die eddingL.A.Q.U.E. Candy Cotton, Lovely Lavender und Versatile Violet ins Wasser, bis sich ein schönes Bullseye gebildet hat. Danach verankere ich jeweils den äußeren Ring an der Gefäßwand, das verhindert, dass der Lack beim Musterziehen über das Wasser wandert. Nun tauchte ich das Tool in den zweiten Ring und zog mein Muster – in diesem Fall eine runde Blume (Muster Nummer 5 im Video). Im Anschluss habe ich mir die schönste Stelle ausgesucht und den Finger in gleichbleibendem Winkel ins Wasser getaucht und ihn auch erst einmal dort belassen. Jetzt habe ich auf die Wasseroberfläche geblasen, bis der Lack leichte Wellen warf – ein Zeichen dafür dass er recht gut getrocknet ist und nun mit dem Schaschlikspieß von der Oberfläche geholt werden kann. Erst, wenn kein Lackrest mehr vorhanden ist, dürft ihr den Finger wieder herausziehen, sonst gibt es unschöne Überlagerungen und eure ganze Mühe war umsonst.
Apropos Mühe: ich war übrigens so frei, euch die einzelnen „Ziehtechniken“ nur im Video zusammenzufassen, euch hier jetzt jedes einzelne Muster aufzuschreiben, würde vermutlich Tage in Anspruch nehmen und ich glaube mal nicht, dass ihr das wirklich alles durchlesen würdet 😉

Je nachdem, welches Muster ihr zieht, könnt ihr übrigens auch mehrere Finger gleichzeitig ins Wasser tauchen, wenn ihr möchtet. Das spart euch Zeit und Lack. Dafür eignen sich zB die Einfach-, Zweifach- und Dreifach-Streifen oder das Kreuz&Quer.

Zurück zur Nailart: Wenn ihr euren Finger aus dem Wasser befreit habt, empfiehlt es sich, einmal mit dem Cleanuppinsel und etwas Nagellackentferner am Nagelrand entlang zu fahren, ich finde, das erleichtert das jetzt erfolgende Abziehen des Liquid Latex um einiges.
Das Finish
Es ist sehr wichtig, dass ihr euren Watermarbles Zeit zum Trocknen gebt – ich nehme dafür gerne mal 10-15 Minuten in Anspruch, einfach, um auf Nummer zu gehen. Danach könnt ihr eurer Watermarble mit einem Topcoat eurer Wahl versiegeln, ich habe mich diesmal für den semimatten Catrice Matt&More entschieden.
Ihr habt es geschafft – der Monsterbeitrag zum Thema Watermarble ist zuende. Ich hoffe, ich konnte euch die Scheu vor dieser Technik etwas nehmen, mit ein paar Tricks und Kniffen bekommt ihr das auch hin 🙂
Weitere Watermarbles von mir findet ihr auch unter dem zugehörigen Hashtag. Und wer jetzt noch nicht genug vom Watermarblen hat, dem möchte ich den Kanal von Colette aka My Simple Little Pleasures ans Herz legen, die Lady hat das Marblen einfach drauf.

*bei diesem Produkt handelt es sich um ein bereits gezeigtes PR Sample, das mir kosten-&bedingungslos von der jeweiligen Firma zur Verfügung gestellt wurde

7 Kommentare

    • Was für ein Skandal 😀
      Dabei sind ja eigentlich alle Marbles irgendwie mit Sauerei verbunden, matschig wird es immer rund um die Nägel 😀 also, bei mir zumindest *lach*
      Schön, dass du vorbeigeschaut hast 🙂

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