Stickergigant || Malventrio und Haltbarkeitstest der neuen Formulierung

[unbeauftragte Werbung // Markennennung; Produktsponsoring durch Stickergigant]

Hallo ihr Lieben,
es wird endlich mal wieder Zeit für Nagelsticker. Aus meinem letztjährigen Vorhaben, pro Monat ein Stickerdesign zu zeigen, ist leider nichts geworden, und da ich seit Jahresanfang mit einem immer wieder eingerissenen Mittelfinger zu kämpfen hatte, mussten die heutigen Nailwraps viel länger als geplant in der Schublade schlummern. Aber endlich dürfen sie raus und ihren großen Auftritt genießen.

Bereits Mitte Dezember veröffentliche Andrea die neue Kollektion: neben festlichen Gold-und Silberglitzermotiven gab es ein paar neue Unifarben und das von mir heute verwendete „Malventrio“. Dabei handelt es sich um drei eigenständige Varianten: eine Solofarbe Malve, Zaubermalve* mit einem feinen Silberglitzerverlauf und der Wilden Malve – ein unfassbar geniales Design mit Farbflächen, Cut Out und Silberakzenten. Nachdem letzteres damals nur in sehr kleiner Stückzahl verfügbar war, setzte ich umgehend eine Bestellung ab: ich hatte mich für die Wilde Malve und die Solofarbe entschieden, sowie für das Silberflöckchen (das wird es dann wohl im kommenden Winter zu sehen geben *hüstel*). Ganz überrascht war ich, als ich das Päckchen öffnete und die Zaubermalve* entdeckte – ein kleines Weihnachtsgeschenk von Andrea an mich. Das war einfach so lieb, ich habe mich riesig gefreut.
Im Zuge der neuen Farbreihe kam auch die neue Stickerformulierung in den Shop. Die Nailwraps sind jetzt noch flexibler und weicher, sodass beim Aufkleben noch weniger Falten entstehen sollen. Ich bin aber ehrlich: ich hatte da noch nie Probleme, für mich wird sich da wohl nicht viel ändern. Neu ist aber auch die generelle Zusammensetzung der Sticker. Diese sind jetzt sehr gel-mäßig und sollen 24 Stunden Zeit bekommen, um vollends „auszuhärten“. Während den ersten 6 Stunden soll zudem längerer Wasserkontakt wie Schwimmen oder Baden vermieden werden. Durch das neue Finish sollen die Sticker nun auch ohne Topcoat sehr lange halten – dass meine Neugier getriggert wurde, könnt ihr sicher verstehen. Daher möchte ich euch heute erzählen, wie es mir mit den neuen Stickergiganten so erging. Los gehts!

Das Aufkleben – alles easy peasy lemon squeezy?
Wie ich bereits erwähnte, hatte ich bis dato ja nie wirklich Probleme mit dem Aufbringen von Nailwraps. Obwohl meine Nägel ja nun nicht wirklich platt und gerade sind, waren Falten wirklich eine Seltenheit. Bei der neuen Formulierung war das zunächst auch der Fall. Nachdem ich die (ebenfalls neu entwickelten) Frischhaltepackungen öffnete, kam mir aber erst einmal ein starker Schwall Lackgeruch entgegen. Hui, das kannte ich von Stickergigant bisher nicht so. Ich denke aber, dass das mit der neuen Gel-Formulierung zusammenhängt. Der Geruch verflog aber auch ziemlich schnell, ich wollte es dennoch erwähnt haben. Nachdem ich mir die jeweiligen Größen ausgesucht und die Nagelrundungen zurechtgeschnitten hatte, konnte ich auch endlich losstickern. Und was soll ich sagen – das war doch etwas kniffliger, als ich dachte. Die neuen Sticker sind nämlich super super weich, beinahe gummiartig. Und diese gleich direkt im ersten Ansatz genau platziert zu bekommen….ne, da hab ich dann etwas versagt. Sowohl den Daumen als auch den kleinen Finger musste ich zweimal ansetzen, bis er richtig saß. Und das machte sich später auch bemerkbar.
Nachdem alle Finger bestickert waren, folgte ich dem Rat von Andrea und ließ den Topcoat erst einmal weg – dadurch soll verhindert werden, dass sich die Sticker zusammenziehen. Und da es sowieso schon spät abends war und ich bald ins Bett wollte, kam mir das ohnehin entgegen. So wurden die Nägel auch dem längeren Wasserkontakt entzogen. So sahen meine Nägel also frisch nach dem Aufkleben aus:
Wie man schon erkennen kann, zieht sich der Sticker an Daumen und kleinem Finger ein klein wenig zusammen, ich gehe davon aus, dass das durch die „Abzieh-Dehnung“ der Neupositionierung kommt. Der Rest der Nägel sieht aber gut aus für meinen Geschmack.

Der nächste Morgen – to Topcoat or not to Topcoat?
Als ich am nächsten Morgen erwachte, war ich ehrlich gesagt überrascht – und das nicht im positiven Sinne. Noch bevor ich Duschen ging, wollte ich die Sticker eigentlich mit Topcoat versiegeln. Aber als ich dann das hier sah, verging mir die Lust darauf schon ein wenig (verzeiht bitte die creepy Fotoqualität, das Bild ist mit meinem Handy entstanden und die Kamera dessen ist nicht wirklich gut):
Ich weiß nicht, was da passiert ist, aber der Mittelfinger hatte einen Faltenwurf, da würde jedes Renaissancekleid neidisch werden. Folglich lag dort auch die Nagelspitze frei, das gefiel mir gar nicht. Und auch auf dem Ringfinger hatte sich der Sticker in der Mitte ein bisschen gefalten und zurückgezogen. Hmpf. Also so richtig überzeugt hat mich das nicht. Daher beschloss ich, nun auch auf Topcoat zu verzichten und die Sticker einem Härtetest zu unterziehen. 

Das Fazit nach sieben Tagen – Daumen hoch oder runter?
Wie ihr vielleicht wisst, habe ich ja einen PC-Job, was bedeutet, dass ich viel Zeit mit dem Tippen auf der Tastatur verbringe und meine Nägel entsprechend beanspruche. Durch Corona und das dadurch häufigere Händewaschen und – desinfizieren bekamen die Nägel samt Sticker auch noch einmal deutlich mehr Belastung zu spüren, als unter normalen Bedingungen. Ebenso mussten die Nägel durch einen Wohnungsgroßputz – noch mehr Beanspruchung war den Stickergiganten also kaum möglich. Nach sieben Tagen sah das Malventrio wie folgt aus:
Ich muss ganz ehrlich sagen: ich war überrascht, im positiven Sinne. Die Sticker hatten wirklich nur minimale Tipwear an Zeige- und kleinem Finger, das Zusammenziehen am Ringfinger wurde nur noch minimal größer. Dass der Daumen ein wenig aussieht wie ein Bombenkrater rührt daher, dass ich darunter einen Teebeutel- und Orly Repair-Fix hatte, der sich im Laufe der Testwoche verabschiedete. Da konnte der Nailwrap leider auch nicht mehr viel retten, dafür war die Stelle einfach zu stark beansprucht. Normalerweise klappt das nämlich super, einen Sticker als zusätzliche Stabilisierung zu nehmen. Ebenfalls überrascht war ich, dass die Sticker an der Halbmonrundung so gut gehalten hatten. Früher hatte ich da gerne mal kleinere Liftings, an denen ich dann knibbeln konnte bzw musste, was der Optik natürlich gar nicht entgegenkam. Aber die neue Formulierung machte hier einen guten Job. Wenn ich jetzt noch herausfinden würde, woher der Faltenwurf auf dem Mittelfinger kommt, ob das ein Material- oder Anwendungsfehler war, würde ich die neuen Nailwraps durchaus für längere Urlaubsreisen in Erwägung ziehen. Tendenziell geht der Daumen also eher nach oben.

Noch ein kleiner Nebentest – der Stickergigant Nagelfolienentferner
Im Zuge der neuen Stickerformulierung hielt auch der neue Nagelfolienentferner Einzug in den Stickergigant-Shop. Durch die ganzen Neuerungen – Gelfinish, gute Haltbarkeit ohne Topcoat etc – war ich etwas verunsichert, ob mein normaler Drogerieentferner mit den Nailwraps zurecht kommen würde. Daher wollte ich den Nagelfolienentferner auch direkt mal testen. Da er acetonfrei ist, war ich natürlich mega gespannt, wie er sich schlagen würde. Als erstes ist mir auch hier ein sehr starker, chemischer Duft aufgefallen, als ich den Entferner auf mein Wattepad gab, holla die Waldfee. Darauf muss man wirklich gefasst sein. Ich drückte das Pad dann ein paar Sekunden auf den Sticker, begann zu wischen und – nichts passierte. Da machte sich zunächst ein kleines bisschen Enttäuschung breit. Dann dämmerte es mir, dass sich der Entferner ja erst einmal durch die transparente „Gelschicht“ arbeiten musste, also drückte ich das Pad noch etwas länger auf, wischte erneut und siehe da – der „Schutzpanzer“ war gebrochen und der Sticker ging superschön und vor allem schnell vom Nagel ab. Zumindest war das bei der Unifarbe und der Wilden Malve der Fall. Mit dem Glitzerbereich der Zaubermalve* hatte der Entferner dennoch stark zu kämpfen – ganz ähnlich wie gewöhnlicher Lackentferner bei einem normalen Glitzerlack. Was mir ebenfalls, eher negativ, auffiel: obwohl der Entferner als acetonfrei deklariert ist, hatte meine Haut rund um die Nägel diesen typischen weißen Acetonschleier – ich hoffe, ihr versteht, was ich damit meine. Durch Händewaschen und Eincremen konnte das aber schnell behoben werden. Positiv fand ich wiederum, dass die Nägel trotz der starken Entfernerkraft nicht sonderlich stark angegriffen wurden, das hatte ich durchaus schlimmer befürchtet. Ob man den Entferner jetzt wirklich unbedingt braucht – ich weiß es nicht. Im Nachhinein hätte ich ihn vielleicht in den direkten Vergleich mit meinen Standartlackentferner setzen sollen, um herauszufinden, wie dieser abgeschnitten hätte – das hole ich beim nächsten Mal definitiv nach.

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Was haltet ihr von den neuen Stickergiganten? Habt ihr schon Erfahrungen mit der neuen Formulierung gemacht? Kommt ihr gut damit zurecht oder sind Nailwraps sowieso nicht so euer Ding? 

*dieses Produkt wurde mir kosten-&bedingungslos zur Verfügung gestellt. Dennoch spiegelt die Bewertung zu 100% meine eigene Meinung wider.

3 Kommentare

  1. Ich bin bisher mit den Stickern von Stickergigant auch gut zurecht gekommen, vor allem nach der damals ersten Umstellen der FOrmulierung. Jetzt werde ich mir vermutlich keine mehr kaufen. Meine Schublade ist noch voll und aufgrund meiner Arbeitssituation trage ich so gut wie nie Nailsticker :/

  2. Also erstmal: die drei Designs in Kombination sehen einfach wunderschön aus! 🙂
    Ich habe die letzten Jahre ab und an mal gestickert, aber einfach zu selten. Ich kann das nicht wirklich gut und hatte immer Probleme mit Falten und auch mit den Liftings am Nagelmond, die du im Text erwähnst.
    Die neue Formulierung habe ich noch nie ausprobiert, aber einen Versuch wäre es wohl wert. 😉

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